realisierte utopien

fotografie

seit der machtübernahme von sultan qaboos scheint sich der oman rasant zu verändern. aufgrund der isolierten positionierung der ibaditen hält sich das land von schiitisch-sunnitischen konflikten fern. mein ziel war es mit der studienstiftung den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und geologischen wandel im oman zu untersuchen. nachdem ich für zwei wochen mit stipendiat*innen die wüste erkundet hatte, war ich froh wieder alleine auf meinem hotelzimmer zu sein. als parasiten in unserem zeltlager ausgebrochen waren, nutze ich die chance und setzte mich zurück ins taxi nach maskat. die letzten wochen wollte ich das land anders kennenlernen. mittels fotografischer praxis übersetze ich meine räumliche auseinandersetzung mit dem oman. das fotografieren ist mein zugang, meine distanz und meine orientierung. mit, über und durch das bild versuche ich zusammenhänge zu verstehen und zu lokalisieren. ich stoße auf räume des nebeneinanders und des auseinanders. auf private und öffentliche räume, privilegierte und heilige räume. räume, die kulturell aufgeladen sind. unvereinbare räume. räume, die zeit brechen. räume mit öffnungen und schließungen. illusionäre räume. in diesen räumen gelten bestimmte regeln.

michel foucault: andere räume, aus: other spaces. the affair of the heterotopia, graz

ein projekt im rahmen der forschungsreise »sultanat oman – transformationsprozesse eines wüstenstaates« gefördert von der studienstiftung des deutschen volkes

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